besucht. Lange Gespräch, viel Wissen weitergegeben. Tat gut. Auch die Fahrt mit der Bahn war problemlos. Schön wenn es solche Tage gibt.
Laufbahn meiner Depression. Meine Erfahrungen mit Kliniken, Therapien, Medikamenten.
Sonntag, 13. September 2026
Samstag, 12. September 2026
Endlich wieder Verein.
Die Sommerpause ist vorbei. Das heißt wieder nette Leute, nette Gespräche, Aufklärung.
Ich finde es gut.
Freitag, 11. September 2026
Ein weiterer guter Tag.
Ich war zur eine Ausstellung in Osnabrück. Im Rahmen eines Programms zu Inklusion haben dort Künstler und Künstlerinnen ihre Werke ausgestellt. Mit dabei war Johanna, ein lieber Kontakt die ich mal beim Patienten Kongress begleitet habe. Einen Kongress später hat sie sich schon allein hin getraut. Prima. Das waren gestern wieder nette Gespräche bei guter Musik und interessanten Werken. Hat mir gefallen. Kultur kann auch Spaß machen.
Donnerstag, 10. September 2026
Termin heißt platt.
Gestern hatte ich einen Termin beim Zahnarzt. Nur Kontrolle. Ich kenne Ihn, fühle mich dort gut aufgehoben soweit alles ok. Aber, es ist ein Termin, eine Änderung des Alltags. Hinzu kam eine Briefankündigung von der Wohnung Verwaltung, der war aber positiv wie sich später herausstellte. Zwei Ereignisse die meinen Kopf beschäftigen und ich bin körperlich platt. Erschöpft, müde, muss mich kurzzeitig hinlegen und schlafe dann ein. Nur wegen eines Termin. So äußert sich eben auch meine Depression. Mental nur eingeschränkt belastbar. Ich kann es akzeptieren denn ich kenne es ja mittlerweile nicht anders. Steht etwas außergewöhnliches an, über das ich nicht die Kontrolle habe, erschöpft es mich.
Ist wie es ist, nur eben nicht einfach.
Dienstag, 8. September 2026
Wieder eine kleine Wanderung
Das tut mir gut. Einfach durch die Natur laufen und in dem Moment sein. Kurze Strecken reichen da völlig aus. Abschalten, nicht an Zuhause denken, nicht an die Politik denken, nicht an die Zukunft denken.
Es tut wirklich gut.
Montag, 7. September 2026
Sonntag, 6. September 2026
Mal wieder am Deich.
Spazieren in Sandstedt. Ruhiger Ort mit Campingplatz. Man merkt eine gewisse Aufbruchsstimmung denn für die Camper geht die Saison zu Ende. Die Weser hat Hochwasser und die Boote in dem kleinen Hafen schaukeln auf und ab. Die Sonne steht schon recht tief, so gegen 19 Uhr. Eine schöne Atmosphäre. Entspannend. Ich vermeide Gedanken an die Rückfahrt. Hier bleiben, in diesen Moment der Ruhe. Ich brauche solche Momente immer mehr zu mal mich die Stadt immer mehr nervt. Nervt? Eigentlich ist es mehr wie nur nerven. Frustrieren können wohl eher passen. Ist wie es ist.. und gestern war schön.
Donnerstag, 3. September 2026
Stimmung ist bescheiden.
Das ist die Stimmung die vorherrscht. Es ändert sich halt nichts. Frau nach einen Alkohol freien Monat gefragt, Antwort wie immer.. hmm. Naja.. werde ich wohl alleine durchziehen müssen. Wie so vieles. Gestern habe ich mich wieder selbst getriggert. Ich habe mir so viel Arbeiten vorgenommen bis ich total müde und erschöpft war. Noch bevor ich überhaupt angefangen habe. Überforderung. Selbst überfordert. Schön blöd. Ist wie es ist und es ist nicht schön. Also weiter an mich arbeiten. Hilf ja nichts
Montag, 31. August 2026
Irgendwie doof.
Ich mag eigentlich nicht mehr leben, ich muss aber. Das ist so ein Grundgedanke den ich oft habe. Und dann gibt es wieder mal Treffen mit Menschen die ich mag, das hebt die Stimmung. Hier, und ich finde den Begriff Zuhause nicht mehr passend, fühle ich mich nicht mehr wohl. Ist nicht immer einfach zu erklären. Vielleicht bin ich auch einfach abgenutzt. Schließlich bin ich hier lange genug benutzt worden. Meine Bedürfnisse.. nee die konnte ich wohl auch selbst nicht genug benennen. Aber wenn man wiederholt in Lebenssituationen reingeschuppst wird die man so nicht wollte, nutzt man sich ab. Sicherlich muss ich das selber noch mal objektiv überdenken. Mit Emotionen, negativen Emotionen, fällt das nicht leicht und ist auch irgendwie falsch.
Samstag, 29. August 2026
Wiedersehen
Heute treffe ich mich wieder mit Menschen die ich eigentlich nur durch die Depression kennen gelernt habe. Kreative Menschen. Sie machen Musik, Sie malen, haben tollen Fähigkeiten. Es scheint als würde die Depression, sie sind auch erkrankt, andere Fähigkeiten mehr hervorholen. Es wird bestimmt ein toller Abend. Zwar mit ein wenig Fahrerei verbunden, aber ich fahre ja gerne. Ist für mich Entspannung.
Donnerstag, 27. August 2026
Neuer Tag.
Erwarte ich was von dem neuen Tag? Ne nicht wirklich. Mal sehen wie ich diesen Tag am Abend bewerten werde. Hier ist es für mich immer noch einengend. Was sollte sich auch ändern. Die Nachbarn, die Wohnung, die Beziehung, alles nicht optimal. Ich arrangiere mich so gut wie möglich damit. Vielleicht kann ich ja heute was für mich tun. Natur, Heide vielleicht. Ruhe und Einsamkeit tun mir gut.
Dienstag, 25. August 2026
Und Schwups ist der Druck weg
Kaum sitze ich vor meiner Ärztin ist der Druck verschwunden. Die Unruhe, das komische Gefühl, weg. Gab ohnehin keinen Grund dafür und dennoch ist es jedes mal so. Psyche, kann man nicht immer erklären. Jetzt mal sehen was die Woche noch so bringt. Erwarten tue ich nicht viel. Die unteren Nachbarn nerven weiterhin, hier wohnen gefällt mir immer weniger. Einfach weg, ein Gedanke der immer stärker in mir wird. Und wenn ich es genau bedenke, schulde ich hier niemanden etwas. Abwarten
Sonntag, 23. August 2026
Wird ne unruhige Nacht.
Morgen ist wieder Termin bei meiner Psychiaterin. Da wird die Nacht wieder unruhig und ich bin nervös. Es gibt keinen Grund dafür und dennoch ist es so. Kaum vor ihr sitzend wird das wieder vorbei sein. Wie so oft. Ob sich das jemals ändert? Ich weiß es nicht. Ich sehe die Zukunft eher düster. Gestern war ich wieder unterwegs. Nach Dangast an die See. Mir tut das wirklich gut wenn ich nicht Zuhause bin. Einfach über die See blicken, über weites Land mit wenigen Menschen. Zeigt mir auch, ich bräuchte mal Urlaub. Aber das sehe ich für mich nicht. Da stehen mir zu viele Gedanken und meine Zwänge im Weg. So ist das halt und das ist wohl mein "Normal"
Donnerstag, 20. August 2026
Lust, nee. Elan, wenig,
Ein weiterer Tag an dem ich wach werde und weiß, ich wollte das alles mal anders. Wird sich nicht mehr ergeben, die Jahre sind weg. Ich wollte auch erleben wie es ist ohne Kids im Haus zu leben. Wie es ist einfach nur Zeit mit dem Partner zu haben. Irgendwo zu wohnen, wo man eben gerne wohnt. Nun ja, hat sich nicht ergeben und anderes ist eh hinfällig. Und so wurstle ich eben einfach weiter. Es zeichnet sich ab, dass es in einigen Dingen nicht besser wird. Unsere finanzielle Lage wird bescheidener werden, Umzug könnte nötig werden, die Gebrechen kommen dazu. Rücken, Knie, Augen.. man wird eben alt. Was war mein Fehler... Vertrauen. Ich habe den falschen Menschen vertraut, ich konnte wohl kein Vertrauen schaffen. Verbittert? Vielleicht, aber eigentlich nur müde.
Mittwoch, 19. August 2026
Heute Pflichtprogramm. Blutwerte, EKG
Damit meine Psychiaterin sehen kann wie der Medikamenten Pegel ist. Einmal im Jahr wird das gemacht. Kontrolle. Nächste Woche ist dann bei ihr wieder der Viertel-Jahr Termin. Wat mutt dat mutt.
Dienstag, 18. August 2026
Wieder wach geworden.
Das ist ein Gedanke den ich morgens wirklich manchmal habe. Ich bin wieder wach geworden. Immer noch kein Ende in Sicht, weitermachen, derselbe Trott wie immer. Sicher Gedanken der Depression. So ist es nun mal wenn die Freude etwas unbekanntes ist. Seelenmüde, könnte man auch sagen. Diese Zustände kommen mal mehr und mal weniger. Da ich nun mal wach bin werde ich sehen, wie ich mich, um mich selbst kümmern kann. Selbstfürsorge.
Sonntag, 16. August 2026
Wieder mal im Grünen gewesen.
Es tut mir gut, die Bewegung in der Natur. Ich merke allerdings dabei, wie unwohl ich mich mittlerweile zuhause fühle. Die nervigen Nachbarn, der Lärm der Stadt, die Aggressivität die immer mehr zunimmt. Kein schönes Leben hier. Immer öfter sehne ich mich danach dem hier zu entfliehen. Aber wie und wohin. Unterm Strich glaube ich nicht daran woanders mehr Lebensfreude zu haben. Dazu bin ich mittlerweile zu müde. Es reicht was ich bisher erlebt habe. Mehr müsste da gar nicht kommen.
Freitag, 14. August 2026
Wochenende.
Frau hat wirklich morgen frei. Tochter will vielleicht heute noch ein Auto ansehen. Kater geht es noch gut. Und mir? Ich bin immer noch müde. Erschöpft von der Welt. Es gibt aber auch Momente in denen scheint alles gut zu sein. Keine trüben Gedanken, keine Erschöpfung. Aber langfristig gesehen, sehe ich keine positiven Erwartungen. Ich mache halt, so wie ich es immer gemacht habe. Jemanden fahren, für andere telefonieren, regeln. Dabei kriege ich für mich nicht so viel geregelt. Die Zeit läuft, und so oder so, läuft sie für mich.
Donnerstag, 13. August 2026
Es war nicht alles schlecht.
Gestern eine Probefahrt. Tochter wollte sich ein Auto ansehen. Und ich muss feststellen, wenn das Auto passt ist es toll wie sie fährt und zurecht kommt. Es war eben nicht alles schlecht in der Vergangenheit.
Mittwoch, 12. August 2026
Und wieder ein Geburtstag.
Die Tochter wird 25. 25 klingt noch so jung. Für mich klingt es nach, wieder ein viertel Jahrhundert vorbei. Wie habe ich in dieser Zeit gelebt? Habe ich überhaupt gelebt? Gefühlt denke ich, nein. Die Jahre, besonders die letzten zehn, vergingen so schnell. Und ohne wirklich zu leben. Nun ja, ist denn alt so. Die Zeit, und das mag gerecht sein, gibt einen keiner zurück. Sie ist halt vorbei. Ob man nun "gelebt" hat oder nicht. Tatsache, noch mal ein viertel Jahrhundert wird es für mich nicht geben.. und das ist gut so.