Die Nacht war durchwachsen. Völlig verschwitzt, was nicht alleine der Hitze zuzuschreiben ist. Waren wieder wirre Alpträume. Ich kann mittlerweile feststellen, je mehr Sorgen desto wirrer die Albträume. ich sah mich wieder als Kind, ständig belagert von meinen Geschwistern und meiner Mutter. Alles in mir schrie nach Ruhe und Alleinsein. Endlich Luft holen können. Für mich ist das schlüssig. Möchte ich doch auch in Hier und Jetzt endlich Ruhe haben, fertig sein mit allen. Keine Sorgen um Auto, Wohnung, was wohl noch wird. Das sind wieder die Momente in denen ich meinen verstorbenen Freund Rudi beneide. Ruhig im Zimmer liegend, die Angst mit Medikamenten betäubt, drauf wartend endlich einzuschlafen. Klar mag das schlimm klingen, aber, ist es das wirklich? Aller Sorgen und Pflichten befreit, genug erlebt, die zunehmenden Vorbei-Momente entfliehen.. Dunkle Gedanken. Aber sie sind nun mal da. Dagegen halten, so gut ich eben kann. Die ja auch noch schönes. Die Tochter ist auf dem Weg zu Führerschein.. Stolz kommt da in mir hoch.. Ein gutes und wichtiges Gefühl. Zu stehen lassen und dran festhalten.
.. für den Moment.