Das ist ein Gedanke den ich morgens wirklich manchmal habe. Ich bin wieder wach geworden. Immer noch kein Ende in Sicht, weitermachen, derselbe Trott wie immer. Sicher Gedanken der Depression. So ist es nun mal wenn die Freude etwas unbekanntes ist. Seelenmüde, könnte man auch sagen. Diese Zustände kommen mal mehr und mal weniger. Da ich nun mal wach bin werde ich sehen, wie ich mich, um mich selbst kümmern kann. Selbstfürsorge.
Plötzlich nicht mehr sicher. Depression
Laufbahn meiner Depression. Meine Erfahrungen mit Kliniken, Therapien, Medikamenten.
Dienstag, 18. August 2026
Sonntag, 16. August 2026
Wieder mal im Grünen gewesen.
Es tut mir gut, die Bewegung in der Natur. Ich merke allerdings dabei, wie unwohl ich mich mittlerweile zuhause fühle. Die nervigen Nachbarn, der Lärm der Stadt, die Aggressivität die immer mehr zunimmt. Kein schönes Leben hier. Immer öfter sehne ich mich danach dem hier zu entfliehen. Aber wie und wohin. Unterm Strich glaube ich nicht daran woanders mehr Lebensfreude zu haben. Dazu bin ich mittlerweile zu müde. Es reicht was ich bisher erlebt habe. Mehr müsste da gar nicht kommen.
Freitag, 14. August 2026
Wochenende.
Frau hat wirklich morgen frei. Tochter will vielleicht heute noch ein Auto ansehen. Kater geht es noch gut. Und mir? Ich bin immer noch müde. Erschöpft von der Welt. Es gibt aber auch Momente in denen scheint alles gut zu sein. Keine trüben Gedanken, keine Erschöpfung. Aber langfristig gesehen, sehe ich keine positiven Erwartungen. Ich mache halt, so wie ich es immer gemacht habe. Jemanden fahren, für andere telefonieren, regeln. Dabei kriege ich für mich nicht so viel geregelt. Die Zeit läuft, und so oder so, läuft sie für mich.
Donnerstag, 13. August 2026
Es war nicht alles schlecht.
Gestern eine Probefahrt. Tochter wollte sich ein Auto ansehen. Und ich muss feststellen, wenn das Auto passt ist es toll wie sie fährt und zurecht kommt. Es war eben nicht alles schlecht in der Vergangenheit.
Mittwoch, 12. August 2026
Und wieder ein Geburtstag.
Die Tochter wird 25. 25 klingt noch so jung. Für mich klingt es nach, wieder ein viertel Jahrhundert vorbei. Wie habe ich in dieser Zeit gelebt? Habe ich überhaupt gelebt? Gefühlt denke ich, nein. Die Jahre, besonders die letzten zehn, vergingen so schnell. Und ohne wirklich zu leben. Nun ja, ist denn alt so. Die Zeit, und das mag gerecht sein, gibt einen keiner zurück. Sie ist halt vorbei. Ob man nun "gelebt" hat oder nicht. Tatsache, noch mal ein viertel Jahrhundert wird es für mich nicht geben.. und das ist gut so.
Dienstag, 11. August 2026
Fühle mich überfordert.
Autoangebote sichten für die Tochter. Ich merke, dass ich dabei an meine Grenzen komme. Ich, der sich mitunter nicht mal entscheiden kann welche Jacke ich anziehen soll und dann daran verzweifelt. Etwas für andere entscheiden, machen, beraten, es fällt mir schwer. Einer der Gründe warum ich im Verein ausdrücklich nur ein passives Mitglied sein wollte. So kann ich ohne Druck dort mitarbeiten denn ich muss ja nicht. Fällt es mir zu schwer, kann ich mich zurückziehen. Die Nacht war schlecht. Stundenlang hat mich das Thema Auto beschäftigt. Hoffentlich ist das bald erledigt.
Samstag, 8. August 2026
Ich und meine Ängste.
Es ist schon eigenartig, und natürlich doof, wie mein Angstbereich ( ich nenne es mal so) zuverlässig funktioniert. Tochter hat Führerschein und schon sehe ich im Geiste Situation die mir Angst machen. Gar nicht mal da sie was falsche macht, nein viel verkorkster, das sie es mit Rüpeln zu tun bekommt. Jenen die aggressiv durch die Stadt fahren und meinen, die Stärke des Autos bestimmt wer Recht hat. Ich weiß, dass das völlig aus der Luft gegriffen ist aber die Bilder im Kopf sind da. Gestern war ich in der Werkstatt. Ölwechsel. Vielleicht zum letzten mal bei dem Auto? Wer weiß. Etwas das außerhalb meines Alltags liegt erschöpft mich. So auch gestern. Dann fallen mir beim lesen die Augen zu und ich nicke ein. Nur wegen einen Werkstermin der nicht zum Alltag gehört. Wenn ich für die Tochter Verkaufsangebote von Autos sichte bin ich danach auch erschöpft. Alles was nicht Alltag ist und mit Entscheidungen zusammen hängt erschöpft mich. Mir zu sagen, He das ist in Ordnung, du musst keine Angst oder Scham haben, ist erschöpfen. "Du darfst nicht alles glauben, was du denkst", da hat Kurt Krömer schon recht. Aber sich dieses immer wieder bewusst machen ist Schwerstarbeit. Ich bin müde.. aber ich muss ja noch.