Tochter hat jetzt Führerschein. Bin stolz auf sie. Prima, dass sie die Prüfung bestanden hat.
Plötzlich nicht mehr sicher. Depression
Laufbahn meiner Depression. Meine Erfahrungen mit Kliniken, Therapien, Medikamenten.
Mittwoch, 5. August 2026
Dienstag, 4. August 2026
Stimmung ist bescheiden.
So ist das eben mit der Depression, eben noch alles toll und schwupp alles wieder Mist. Heute ist wieder ein Tag an dem ich denke, schiete, wieder wach geworden und nicht verstorben. Klingt schlimm und bitter, fühl sich aber so an. Wenn man, also ich, nur noch Probleme von der Zukunft erwartet, dann ist das so. Gutes erwarte ich nämlich nicht mehr. Ich möchte mich endlich um nichts mehr kümmern müssen, möchte nicht mehr gefragt werden "Kannst du mal"; Möchte niemanden mehr wecken oder fahren müssen; Für niemanden mehr irgendwo anrufen oder schreiben müssen. Ich möchte einfach nur allein sein. Müde, das trifft es immer wieder. Ich bin müde.
Sonntag, 2. August 2026
endlich mal wieder entspannt
Ich war wandern, im Wald, und um einen See. Tat wirklich gut. Das schwierige ist halt immer das Aufraffen. Wenn ich das geschafft habe wird es meisten auch ein guter Tag. Ruhe, Quasi keine Menschen, Lichtspiel durch die Bäume. Sehr angenehm.
Donnerstag, 30. Juli 2026
Alpträume.
Wieder mal oder besser gesagt, wann nicht. Nur die Art der Träume ändert sich. Letzte Nacht ging es um den Kater. Ich muss ihn einschläfern lassen. Nun der Tag wird kommen, je nachdem wie sich der Tumor entwickelt. Aber es ist eben jetzt schon Thema im Unterbewusstsein. Schiete. Ich träume auch schon mal von dem Moment, an dem wir hier ausziehen müssen. Dann laufen die vergangenen Jahre im Traum an mir vorbei. All die Wünsche die mal da waren, all jenes was vorbei ist. Meistens allerdings erlebe ich im Traum Situation von der Arbeit, von Stress dem wir ausgesetzt waren. All das was in den letzten Jahre vor der Schließung immer schlimmer wurde. Das sind dann die Träume die mich schweißnass aufwachen lassen. Erlebe im Traum den Zwang nicht handeln zu können. Machen, immer weiter machen für die Familie, dabei sich immer alleine fühlen weil das Vertrauen in die Partnerin dahin ist. Blöde Träume. Hilft nichts. In vielen Bereichen ist der Drops gelutscht. Durch andere, aber auch du mich selbst. Es gibt keine zweite Chance.. und das ist auch gut so.
Dienstag, 28. Juli 2026
Man ist mir die Welt gerade zuwider.
Die Menschen sind immer weniger in der Lage miteinander umzugehen. Wenn man, so wie ich, ohnehin schon Probleme mit der Psyche hat, nimmt man das extrem wahr. Wenn ich diese Welt mal verlasse werde ich ihr keine Träne nachweinen.
Sonntag, 26. Juli 2026
Sonntag, Brunchtag
Rituale. Ein paar sind geblieben. Sonst ändert sich halt immer irgendwas. Wie die Nachbarschaft hier, sie wird schlechter. Mich nerven die. Ist halt nicht zu ändern. Es regnet, das gefällt mir. Es könnte noch etwas kühler dabei sein damit man ne Regenjacke tragen kann. So aber schwitzt man sich darin einen ab. Nicht zu ändern. Morgen geht der Alltag wieder los mit seinem Lärm, seinen Ungewissheiten. Ist halt so. Nicht zu ändern.
Samstag, 25. Juli 2026
Samstag, Wochenende..
.. noch nicht ganz. Frau muss noch arbeiten, also mache ich Haushalt. Fairplay oder Zwang? Ein wenig von beiden. Ich kann nicht einfach machen was ich möchte, konnte ich noch nie. Klar kam oft der Satz "Na macht doch", kann ich aber nicht. Früher schon hatte ich den Zwang.. alle sollen ein gutes Wochenende haben. Was aber ich der Praxis oft bedeutet hat, ich stehe zurück. Frau wollte in den Garten, ok ich mach was mit den Kids. Das hat auch Spaß gemacht aber war das mein Bedürfnis? Nein nicht wirklich. Auch sicher ein Grund warum es mir relativ leicht fiel das Motorrad abzuschaffen. Begrenzte Zeit ist nicht wirklich freie Zeit. Nun ist es egal. Motorrad ist passe. Ich bin zu alt, die Angststörung wäre hinderlich und das finanzielle käme auch noch dazu. Vorbei ist vorbei und damit kenne ich mich ja aus.
Schmerzlich weiß ich, dass mein Kater mich verlassen wird. Scheiß Krebs, egal ob Mensch oder Tier. Noch mal einen ins Haus holen? Nein.. ich will das nicht mehr. Auch dazu fühle ich mich zu alt und man weiß nicht ob wir noch mal umziehen müssen. Tier wegen Wohnungszwang abgeben müssen, das wäre mir zuwider. So vergeht die Zeit. Vieles wird weniger, Erinnerungen werden mehr. Bis nichts mehr bleibt außer Erinnerungen.