Der ehemalige Nachbar unter mir ist verstorben. Herr G. War immer ein gutes Verhältnis. Ich gönne es ihm auch wenn das komisch klingt aber ich weiß wie er über das Leben im Pflegeheim dachte. Nachdem er hier ausgezogen war, rief er mich an. "Ich möchte mich hiermit von der Hausgemeinschaft verabschieden". Ich hatte schon ne Kloß im Hals. Das waren eben noch gemeinschaftliche Zeiten mit den Nachbarn. Distanz aber dennoch Anteilnahme und Respekt. Mit den Nachfolgern dieser Nachbarn nicht zu vergleichen. "Ich-Menschen" impulsiv und boniert. Der Lauf der Dinge halt, alles ändert sich und man scheint nicht mehr mitzukommen.
Plötzlich nicht mehr sicher. Depression
Laufbahn meiner Depression. Meine Erfahrungen mit Kliniken, Therapien, Medikamenten.
Donnerstag, 23. April 2026
Mittwoch, 22. April 2026
Platt und müde.
So fühle ich mich heute. Nun kein neues Gefühl, geht mir öfters so. Dabei hat das nichts mit zu wenig Schlaf zu tun, es ist die Erschöpfung allgemein. Hier, da, drumherum, alles erschöpft mich immer mehr. Wo die Welt hingeht, wo wir uns hinbewegen, meine gefühlte zunehmende Schwäche, alles erschöpfend. Kann man.. ne.. kann ich im Moment nicht ändern. Will ich das überhaupt? Genau genommen würde ich mich der Erschöpfung gern hingeben, dann aber dauerhaft. Wird nicht passieren also kurz ausruhen und weiter krabbeln. Ist wie es ist.
Montag, 20. April 2026
Neue Woche, neues Rezept.
Das Antidepressiva geht zur Neige, Zeit ein neues Rezept zu holen. Mir hilft das Medikament. Es unterstützt mich in lässt mich zur Ruhe kommen. Irgendwann bekommt man das Gefühl, ein Blister ist der Zeitmesser. Geht die Packung zur Neige steht auch wieder der Termin bei meiner Ärztin an. Was soll´s, ist halt so. Ich erschrecke manchmal wenn mir bewusst wird wie die Zeit vergeht. Die Jahre fließen dahin wie das Wasser in einem Fluss. Unaufhaltsam. Und dann kommt mir der Gedanke, du bist irgendwo am Ufer hängengeblieben. Ist wohl so.
Samstag, 18. April 2026
Wieder mal ein kurzes Wochenende.
Es wird sich nicht lohnen heute noch irgendwo hinzufahren. Frau muss arbeiten und ich hole sie ab. Kein Muss sondern mein innerer Zwang. Oder übertriebenes Gerechtigkeitsgefühl? Oder einfach nur fair. Sie geht zur Arbeit, ich kümmere mich um den Haushalt. Ist wie es ist. Da die Tochter ihren Führerschein weiter macht dachte ich kurz über ein neues Auto nach. Lohnt sich nicht in mein bisheriges Fazit. Ich geht auf die 70 zu. Wozu sich da noch was aufhalsen. Auch etwas das dieses "Vorbei-Gefühl" in mir befeuert. Das hatte ich mir früher alles mal anders vorgestellt. Kinder aus dem Haus, mit Frau verreisen, sich Städte anschauen.. naja, kam anders und nun ist zu spät. Hämisch höre ich noch die Oma´s "Das kannst du doch später machen", dem widersprach ich damals schon. Egal, sie waren tolle liebenswerte Menschen und meinten es gut. Nun ist es wie es ist.
Dienstag, 14. April 2026
Die Zeiten ändern sich und ..
..irgendwie falle ich aus der Zeit. So jedenfalls empfinde ich das oft. Mag sein das Corona das einen großen Anteil dran hat, an dieser Ellenbogen Gesellschaft aber letztlich ist das wohl egal. Wer weiß, vielleicht ist es auch einfach das Alter das dafür sorgt, dass ich mich nicht mehr wohl fühle. Eines scheint mir gewiss, ich werde keinen Wohlfühlort mehr erreichen. In diesen Gedanken spielt sicher die Depression eine Rolle aber nicht allein. Es ist auch ein Fazit dessen was mir bisher im Leben passiert ist. Dieses "immer reagieren müssen". Ist wie es ist. Ich werde keine Zeit zurückbekommen und die verbleibende Zeit läuft nun mal ab. Vielleicht kann ich ja noch meinen Frieden damit machen. Abwarten.
Montag, 13. April 2026
Neue Woche.
Mal sehen was man dieses Woche wieder an schlechten Nachrichten verarbeiten muss. Irgendwie dreht die Welt ja nur noch am Rad. Und unsereiner, nun der muss halt damit klarkommen. Nicht wirklich gute Bedingungen um ein "glückliches" Leben zu führen. Egal, für mich ist der Drops gelutscht. Ein paar Jahre noch und dann ist Ruhe. Ist ok so. Aber erst mal sehen wie diese Woche wird.