Es kündigt sich wieder ein Konflikt mit dem Vermieter an. Muss ausgetragen werden, ich fühle mich im Recht. Aber das raubt mir schon die Kraft. Wenn ich bedenke wie viele Konflikte ich damals im beruflichen Kontext ausgetragen habe. Es war eben damals kein Problem. Nun ist es ein Problem was meine innere "Müdigkeit von allen" noch verstärkt. Auch Mensch, einmal mit allen durch sein. Irgendwann ist es ja sicher soweit.
Plötzlich nicht mehr sicher. Depression
Laufbahn meiner Depression. Meine Erfahrungen mit Kliniken, Therapien, Medikamenten.
Donnerstag, 4. Juni 2026
Mittwoch, 3. Juni 2026
Kurz wieder hier und schon genervt.
Die Nachbarn, die Stadt, der Haushalt, eigentlich nervt alles nur weil ich nicht nicht mehr gerne lebe.
Bremen ist schiete.
Montag, 1. Juni 2026
Wieder Zuhause.
Man sagt Zuhause auch wenn es sich nicht so anfühlt. Meins fühlt sich nicht so an. Klar, Alltag muss sein aber wieder diese Stadt, die egoistischen Nachbarn, der Lärm, eigentlich alles hier. Ich fühle mich hier nicht zuhause. Deshalb fühlt sich das Zurückkommen auch immer so blöd an. Aber ich werde wohl kein "Zuhause" mehr erleben. Ist wie es ist. Und nun wieder Alltag. Wäsche, Spüler, Nachbarn.
Freitag, 29. Mai 2026
Patientenkongress
Heute geht es los und ich freue mich drauf. Bekannte wieder treffen, nette Gespräche, eine kleine Auszeit vom Alltag. Mit meinem Auto scheint es noch mal was zu werden, wie ich gestern gewahr wurde. Allerdings wurde mir auch etwas anderes bewusst, meine Zwänge sind das eine, meine Kinder das andere. Ich habe tolle Kinder, daran sollte ich öfter denken. Und vieles was ich für sie gemacht habe, bezahlt habe, gerichtet habe, war meinen Zwängen zuzuschreiben. Nein sagen hätte ich früher lernen sollen, bevor meine Ressourcen aufgebraucht waren. Nun ja, ist wie es ist. Heute ist erst mal wieder etwas für mich dran. Patientenkongress, mir ist das wichtig.
Donnerstag, 28. Mai 2026
Immer mehr Gewissheit
Das Auto ist noch in der Werkstatt. In mir wächst der Gedanke, ich hätte einige Sorgen weniger ohne Auto. Tanken, waschen, Frau fahren, Reparaturen, TÜV, usw. das wäre alles nicht mehr mein Problem. Nicht mehr in Grüne, übers Land fahren, wäre dann auch nicht mehr. Das ist der Wermutstropfen. Denn mit dem ÖPNV kommt man am Wochenende nirgends gescheit hin. Aber eine Neuanschaffung widerstrebt mir. Wir zahlen immer noch einem Kind die Monatskarte, ein Kind wohnt hier immer noch, und wir, Frau und ich, werden nicht jünger. Irgendwann werden wir für verschiedene Dinge Dienstleister brauchen. Die wollen bezahlt sein. Da will ich meine Rücklagen nicht für ein Auto aufbrauchen. Nein, ich denke das Thema Auto wird sich über kurz oder lang erledigen. Wie so vieles halt. Ich bin froh wenn ich mit allen durch bin, in jeder Hinsicht.
Dienstag, 26. Mai 2026
Kontrollleuchte im Auto leuchtet
und schon ist die Tür für die Angst geöffnet. Mist. Immer wieder die Gedanken daran, Auto ist auch bald vorbei. Bzw. Jetzt schon Angst von meinen Rücklagen etwas nehmen zu müssen. Sie sind meine Sicherheit und ich werde sie noch brauchen. Blöde Angst, wenn etwas besonderes ist beherrscht sie mich.
Das sind die "Ich mag nicht mehr" Momente.
Freitag, 22. Mai 2026
Wieder mal Alpträume.
Wieder mal war die Arbeit das Thema. Situation in denen wie Stress hatten. Allein gelassen von Schichtführer und Techniker. "Ihr müsst mal sehen wir ihr klar kommt". Maschine anfahren, stoppen, Fehler beheben, fehlerhaft etikettierte Flaschen vom Band nehmen. Mehrmals. Immer wieder. "Man wir brauchen die Ware" Kommentare vom Produktionsleiter. Überholung der Maschinen? Das geht dieses Jahr nicht, es muss so gehen. Immer wieder, stoppen, Fehler beheben, Flaschen vom Band nehmen, anfahren. 8 Stunden lang. Personal wurde immer mehr reduziert, notwendige Überholungen immer öfters gestrichen, der Druck aufrechtgehalten, zum Teil erhöht.
Heute.. Alpträume. Ich träume von diesen Situationen. Sehe im Traum die Gesichter der Kollegen. Ist das nicht schon fast eine PTBS? Kann man sicher drüber diskutieren. Menschen wie ich, zwanghaft Leistungsorientiert. Muss laufen, kriegt ich zum laufen, "bring es mal zum laufen". Ja konnte ich oft, fiel mir oft immer schwerer, fühlte mich immer öfter allein.
Und heute.. Alpträume. Immer noch. Danke.. für nichts.