Dienstag, 23. Juni 2026

Miese Träume.

 Die Nacht war durchwachsen. Völlig verschwitzt, was nicht alleine der Hitze zuzuschreiben ist. Waren wieder wirre Alpträume. Ich kann mittlerweile feststellen, je mehr Sorgen desto wirrer die Albträume. ich sah mich wieder als Kind, ständig belagert von meinen Geschwistern und meiner Mutter. Alles in mir schrie nach Ruhe und Alleinsein. Endlich Luft holen können. Für mich ist das schlüssig. Möchte ich doch auch in Hier und Jetzt endlich Ruhe haben, fertig sein mit allen. Keine Sorgen um Auto, Wohnung, was wohl noch wird. Das sind wieder die Momente in denen ich meinen verstorbenen Freund Rudi beneide. Ruhig im Zimmer liegend, die Angst mit Medikamenten betäubt, drauf wartend endlich einzuschlafen. Klar mag das schlimm klingen, aber, ist es das wirklich? Aller Sorgen und Pflichten befreit, genug erlebt, die zunehmenden Vorbei-Momente entfliehen.. Dunkle Gedanken. Aber sie sind nun mal da. Dagegen halten, so gut ich eben kann. Die ja auch noch schönes. Die Tochter ist auf dem Weg zu Führerschein.. Stolz kommt da in mir hoch.. Ein gutes und wichtiges Gefühl. Zu stehen lassen und dran festhalten.

.. für  den Moment.

Donnerstag, 18. Juni 2026

leer.

 Unsere Wohnung soll verkauft werden, uns zum kauf angeboten werden. Sie ist alt und hat Mängel, es würde sich nicht lohnen. Das Gefühl.. Wir verlieren unser Zuhause. Etliche Gedanken ziehen mir durch den Kopf. Erinnerungen werden wach, Momente die wir hier erlebt haben. Seit 1997 wohnen wir hier, kennen die Stadtteil, die Nachbarn, die Straßen. Und Angst macht sich in mir breit. Wohin soll man, soll ich. Das Alter, die Leben Situation, die Preise für das Wohnen. Ich mag das alles nicht mehr, ich kann das alles auch nicht mehr. Es tritt ein was ich immer vorgesehen habe. Belächelt. Wir damals die Werksschließung, belächelt. Immer noch Verantwortung, immer noch nicht frei, immer noch unter Zwängen. Mir wird das zu viel. Ich muss sehen wie ich damit klar komme. Hätte ich man.. kommt mir in den Sinn. Aber das ist natürlich Quatsch. Vertrauen hätte ich nie sollen.. das ist sicher ein Fakt in meinen Leben. Aber was soll´s, die Zeit lässt sich nicht zurück drehen. Aber die Zeit lässt sich stoppen. Meine Zeit. Abwarten, Luft holen, nachdenken.. fällt mir gerade schwer. 

Mittwoch, 17. Juni 2026

Angespannt.

 Heute kommen welche vom Vermieter. Wollen sich die Dachböden und Keller ansehen. Wer weiß was die da wieder vorhaben. Termin für die Überprüfung der Garagen steht auch an. Wird Knatsch mit den Nachbarn geben. Hilft aber nichts. Früher, ja früher.. wäre mir das egal gewesen. Heute aber erschöpft mich das körperlich. Ich bin solchen Dingen nicht mehr so gewachsen. Auch dieser Tag wird vorüber gehen, die Frage ist, wie viel Energie wird er kosten.

Montag, 15. Juni 2026

Wieder ein Wochenstart.

 Die Stimmung geht so. Meine Grundstimmung ist allerdings immer noch.. es reicht. So richtig begeistern kann mich nichts mehr. Klingt aber auch schlimmer wie es im Moment ist. Nun ja, irgendwann hat man alles durch, alles hinter sich, alles erlebt. Immer mehr Dinge sind vorbei und kommen nicht wieder. Das ist nun mal Fakt. Bei dem einen ist da früher soweit, bei den anderen halt später. Jetzt ist erst mal wieder ein Wochenstart. Mal sehen was die Woche bringt.

Dienstag, 9. Juni 2026

Und plötzlich kommt das Loch

 Der Tag gestern war gut. Ich war an der Nordsee. Weg aus Bremen, weg von den Nachbarn, weg vom Lärm. Ausgiebiger Spaziergang in Cuxhaven, Meer, Möwen, frische Luft. Rückfahrt dann quer durch die Walachei. Ruhige Straßen, kaum Verkehr. Herrlich entspannend für mich. Dann ein Anruf, unbekannte Nummer. Ich lehne ab aber die Kopf fängt bereits wieder an zu arbeiten. Genauer gesagt, der Teil mit Depression und Angst fängt an zu laufen. Wer war das, was könnte der wollen, habe ich was vergessen.. die Liste der Gedanken ist lang. Zuhause das mit Ki herausbekommen, Vonovia hat angerufen. Neues Futter für den Kopf. Die Entspannung ist verpufft, die Nach war unruhig. So schnell geht es dann wieder in das Depri-Loch. Da muss ich aufpassen das ich wieder rauskomme. Mittlerweile klappt das ja immer besser.

Freitag, 5. Juni 2026

Unruhe und Angst.

 Das gehört zu meinen Krankheitsbild. Und ich weiß das diese Phase dann auch wieder gehen und ich eben eine Bedarfsmedikament nehmen kann. So wie einem Rheumakranken immer wieder die Gelenke zwicken, so zwickt mich meine Angst. Das Wissen um die Symptome  macht es aber nicht besser. Diese, immer wiederkehrende Aufkommen von Unruhe, Angst, Vorstellungen was alles schief gehen kann, ist erschöpfend. Ich komme dann immer wieder an die Schwelle zum, ich will das nicht mehr. Ich will eine endgültige Beendigung. Dann versuche ich ruhig zu werden, in mich zu kehren, mich einfach innerlich fallen zu lassen. Anstrengend und ich habe sowas von die Nase voll davon. Die Zeit wird es richten, so oder so. Damit versuche ich mich zu trösten.