Freitag, 5. Juni 2026

Unruhe und Angst.

 Das gehört zu meinen Krankheitsbild. Und ich weiß das diese Phase dann auch wieder gehen und ich eben eine Bedarfsmedikament nehmen kann. So wie einem Rheumakranken immer wieder die Gelenke zwicken, so zwickt mich meine Angst. Das Wissen um die Symptome  macht es aber nicht besser. Diese, immer wiederkehrende Aufkommen von Unruhe, Angst, Vorstellungen was alles schief gehen kann, ist erschöpfend. Ich komme dann immer wieder an die Schwelle zum, ich will das nicht mehr. Ich will eine endgültige Beendigung. Dann versuche ich ruhig zu werden, in mich zu kehren, mich einfach innerlich fallen zu lassen. Anstrengend und ich habe sowas von die Nase voll davon. Die Zeit wird es richten, so oder so. Damit versuche ich mich zu trösten. 

Donnerstag, 4. Juni 2026

Konflikte, ich kann das nicht mehr.

 Es kündigt sich wieder ein Konflikt mit dem Vermieter an. Muss ausgetragen werden, ich fühle mich im Recht. Aber das raubt mir schon die Kraft. Wenn ich bedenke wie viele Konflikte ich damals im beruflichen Kontext ausgetragen habe. Es war eben damals kein Problem. Nun ist es ein Problem was meine innere "Müdigkeit von allen" noch verstärkt. Auch Mensch, einmal mit allen durch sein. Irgendwann ist es ja sicher soweit.

Mittwoch, 3. Juni 2026

Kurz wieder hier und schon genervt.

 Die Nachbarn, die Stadt, der Haushalt, eigentlich nervt alles nur weil ich nicht nicht mehr gerne lebe. 

Bremen ist schiete.

Montag, 1. Juni 2026

Wieder Zuhause.

 Man sagt Zuhause auch wenn es sich nicht so anfühlt. Meins fühlt sich nicht so an. Klar, Alltag muss sein aber wieder diese Stadt, die egoistischen Nachbarn, der Lärm, eigentlich alles hier. Ich fühle mich hier nicht zuhause. Deshalb fühlt sich das Zurückkommen auch immer so blöd an. Aber ich werde wohl kein "Zuhause" mehr erleben. Ist wie es ist. Und nun wieder Alltag. Wäsche, Spüler, Nachbarn.

Freitag, 29. Mai 2026

Patientenkongress

 Heute geht es los und ich freue mich drauf. Bekannte wieder treffen, nette Gespräche, eine kleine Auszeit vom Alltag. Mit meinem Auto scheint es noch mal was zu werden, wie ich gestern gewahr wurde. Allerdings wurde mir auch etwas anderes bewusst, meine Zwänge sind das eine, meine Kinder das andere. Ich habe tolle Kinder, daran sollte ich öfter denken. Und vieles was ich für sie gemacht habe, bezahlt habe, gerichtet habe, war meinen Zwängen zuzuschreiben. Nein sagen hätte ich früher lernen sollen, bevor meine Ressourcen aufgebraucht waren. Nun ja, ist wie es ist. Heute ist erst mal wieder etwas für mich dran. Patientenkongress, mir ist das wichtig. 

Donnerstag, 28. Mai 2026

Immer mehr Gewissheit

 Das Auto ist noch in der Werkstatt. In mir wächst der Gedanke, ich hätte einige Sorgen weniger ohne Auto. Tanken, waschen, Frau fahren, Reparaturen, TÜV, usw. das wäre alles nicht mehr mein Problem. Nicht mehr in Grüne, übers Land fahren, wäre dann auch nicht mehr. Das ist der Wermutstropfen. Denn mit dem ÖPNV kommt man am Wochenende nirgends gescheit hin. Aber eine Neuanschaffung widerstrebt mir. Wir zahlen immer noch einem Kind die Monatskarte, ein Kind wohnt hier immer noch, und wir, Frau und ich, werden nicht jünger. Irgendwann werden wir für verschiedene Dinge Dienstleister brauchen. Die wollen bezahlt sein. Da will ich meine Rücklagen nicht für ein Auto aufbrauchen. Nein, ich denke das Thema Auto wird sich über kurz oder lang erledigen. Wie so vieles halt. Ich bin froh wenn ich mit allen durch bin, in jeder Hinsicht.

Dienstag, 26. Mai 2026

Kontrollleuchte im Auto leuchtet

 und schon ist die Tür für die Angst geöffnet. Mist. Immer wieder die Gedanken daran, Auto ist auch bald vorbei. Bzw. Jetzt schon Angst von meinen Rücklagen etwas nehmen zu müssen. Sie sind meine Sicherheit und ich werde sie noch brauchen. Blöde Angst, wenn etwas besonderes ist beherrscht sie mich. 

Das sind die "Ich mag nicht mehr" Momente.