Aber noch kein Wochenende. Frau muss morgen auch arbeiten also mache ich meinen Job hier im Haushalt. Das hat sich gut eingespielt. Jeder macht was ihm liegt. Hätte wir auch früher gerne schon gemacht. Vielleicht wäre mir der Zusammenbruch dann erspart geblieben. Aber das Einkommen hätte dann nicht gereicht. Ich finde es immer nervig wenn Politikerinnen meinen, Männer sollten auch mehr in Erziehung und Haushalt machen. Warum nervend? Weil es genug Paare gibt die gerne die Rollen tauschen würden wenn das Einkommen dies zulassen würde. Bei Otto-normal-Verbraucher geht das aber meistens nicht. Freitag.. wieder einmal. Ich bin schon jetzt von Weihnachten genervt obwohl das noch gar nicht ist. Aber die Werbetrubel wird wohl bald losgehen. Die Zeit vergeht so schnell und mit ihr schwinden immer mehr Wünsche von mir dahin. Sind eh nicht mehr viele. Nun ja.. was will man machen.
Plötzlich nicht mehr sicher. Depression
Laufbahn meiner Depression. Meine Erfahrungen mit Kliniken, Therapien, Medikamenten.
Freitag, 6. November 2026
Donnerstag, 5. November 2026
Kurze Tag, laute Straßenbahn.
Herbst. Nicht unbedingt die beste Jahreszeit für mich. Fühle mich noch mehr gefangen, eingeengt, in dieser Stadt der ich nichts positives mehr abgewinnen kann. Meine Ausflüge, Fluchten, werden weniger. Das ist der frühen Dunkelheit geschuldet. Für mich nervig. Die Straßenbahn vor der Tür wird lauter, liegt wohl am Laub. Krach, Lärm, nichts für mich. Hilft wieder mal nichts, muss ich durch.
Mittwoch, 4. November 2026
Nervige Nachbarn
Der Choleriker unter mir nervt. Dieses Rumgeschriene wenn der Sport guckt, boah. Hilft nichts, die alte Nachbarschaft ist halt nicht mehr. Verstorben. Das ist der Lauf der Dinge und so wird das mit den verbleibenden alten Nachbarn auch noch kommen. Das es mit den Kids nicht richtig voran geht belastet mich auch ein wenig. Das Thema wiederholt sich. Ich wollte irgendwann mal fertig sein mit machen und zahlen. Sollte wohl nicht sein. Aber es ist ja nicht alles schlecht. Die Katzen scheinen sich gut einzuleben. Allerdings schleicht sich der Verdacht ein, Frau wollte nur wieder welche damit ich hier gebunden bin. Alleine leben könnte ich mir immer mehr vorstellen. Endlich frei von allen. Utopie, ich werde das nicht erleben. Vielleicht auch gut so.
Dienstag, 3. November 2026
Die Katzen sind so putzig aber..
ich komme nicht weg. Nun ist das mit dem Wegfahren im November ohnehin blöde. Es wird einfach zu früh dunkel. Nichts lohnt so richtig. Was bleibt ist die Flucht in die Bücher. Bloß keine Nachrichten, bloß keine Medien. Es gibt überwiegend nur Nachrichten die mich aufregen und nach aufregen kommt dann runterziehen. Also besser auf mich achten. Weihnachten ist auch schon wieder ein Thema in meinen Kopf. Keine Lust drauf. Es bedeutet für mich immer nur Stress. Was für wen holen, wo muss ich mich revanchieren usw.. Einfach mal nichts mehr müssen wäre schön. Aber nun, das werde ich wohl nicht mehr erleben. War nicht meine Vorstellung vom Altwerden. Aber wem interessiert das schon.
Montag, 2. November 2026
Aufwachen, an die Tiere denken.
Die Katzen sind ein schöne Ablenkung. Und sie bringen mich immer wieder zu schmunzeln. Klar, meine dunkle Seite sorgt schon dafür, dass ich nicht wirklich zur Ruhe komme. Aber zumindest fühlt es sich besser an. Rupert, der kleine Kater, hat seine Angst überwunden und läuft jetzt auch durch die Wohnung. Ein kleiner Erfolg der gut tut.
Samstag, 31. Oktober 2026
Wieder Katzen in der Wohnung.
Fühlt sich gut an. Der Ausgleich für die schiet Menschen auf der Welt.
Donnerstag, 29. Oktober 2026
Entscheidungen, immer schwierig.
Seit meinen Zusammenbruch fallen mir Entscheidungen ziemlich schwer. Früher, ja früher.. nerv, habe ich auf der Arbeit mal eben entschieden mehre tausend Euro in den Gülle fließen zu lassen, wenn die Werte nicht stimmten. Heute hadere ich mit der Wahl der Jacke. Oder was ich koche, einkaufe usw.. Das schaukelt sich dann im Kopf richtig hoch bis es zur Qual, zu Stress wird. Ist auch ein Symptom der Erkrankung. Muss ich halt akzeptieren. "Nun wart doch mal ab" ein Spruch den ich nicht umsetzen kann. Bei mir rattert immer der Kopf. Und dabei muss ich mich dann selbst überwachen und mir immer wieder sagen, das ist die Depression. "Glaub nicht alles was du denkst", ein Satz von Kurt Krömer der es ziemlich gut trifft. Mal sehen wie es weiter geht.