Und die Schuldgefühle sind da. Habe ich richtig gehandelt? Ich weiß es nicht, ich hoffe es aber. Was einem so ein kleiner Kerl an Herz wachsen kann. Warum müssen es so kleine Wesen so schwer haben? Es wird wohl noch dauern bis ich darüber weg bin.
Plötzlich nicht mehr sicher. Depression
Laufbahn meiner Depression. Meine Erfahrungen mit Kliniken, Therapien, Medikamenten.
Mittwoch, 30. September 2026
Dienstag, 29. September 2026
Ausflug in den Wald
Gestern war ich im Wald spazieren. Warwer Sand. Mitten im Wald ist eine Sanddüne. Die Ruhe, die Luft, der Duft.. herrlich. Dort sind überwiegend Kiefern, ich mag die sehr. Einfach wahrnehmen und abschalten. Hat gestern gut funktioniert.
Sonntag, 27. September 2026
Das Treffen mit der Familie tat schon gut.
Die Fahrt nach Goslar, das Wiedersehen, die lockeren Gespräche, all das tat schon gut. Heute ist wieder ein wenig Wehmut da, das erste Sonntagsfrühstück ohne Kokos. Leider nicht zu ändern.
Samstag, 26. September 2026
Goslar, Familie, Konfirmation
Die Enkeltochter wird konformiert. Habe ich eigentlich keine Lust zu aber ich weiß, Auto fahren entspannt mich, die Kinder sind da, und die Enkelkinder auch. Das wird sicher eine Abwechslung sein die mir gut tut. Mal sehen wie es wird. Auf einer Konfirmation war ich noch nie.
Freitag, 25. September 2026
Wieder zu früh hoch.
Die Nacht war wieder nicht gut, zu viele Gedanken. Zu früh aufgestanden, die Abläufe mit dem Kater erfolgen ja nicht mehr. Schmerzlich. Auch das wird sich wohl wieder einspielen. Das zigmal Weckerklingeln der Frau wird sich wohl nicht mehr ändern. Schlummer drücken statt aufzustehen, ich geb's auf. Der gestrige Tag war schwierig. Ich fühle mich draußen nicht wohl, Unbehagen im Supermarkt, möchte mit niemanden reden. Nur schlafen ohne zu träumen wäre schön. Die Tage werden weiter dahingehen. Schmerzen werden weniger und irgendwann kann ich dann auch Erinnerung zulassen. Dauert halt seine Zeit. Depression und Trauer ist eine schlechte Kombination.
Donnerstag, 24. September 2026
Der zweite Tag ohne Kater.
Jetzt wird es immer bewusster, der Mitbewohner ist nicht mehr da. Rituale die man vom Tagesablauf her kannte, finden nicht mehr statt. Das Begrüßen, die Zeit die er eingefordert hat, das Versorgen, all das ist weg. Das schmerzt. Das wird auch sicher noch eine Zeit lang so sein. Schiete.
Dienstag, 22. September 2026
Kokos ist gegangen.
Heute haben wir ihn einschläfern lassen. Alles in mir fühlt sich scheiße an. Die Depression nutzt ihre Chance. "Verrat, versagt, nicht genug getan.." die Vorwürfe in meinem Kopf nehmen kein Ende. Und es tut weh. So weh. Das wünsche ich mir fast die Emotionslose Phase zurück. Scheiß Krebs. Er ist noch keine Stunde weg und fühlt sich so bitter an.