Gestern eine Probefahrt. Tochter wollte sich ein Auto ansehen. Und ich muss feststellen, wenn das Auto passt ist es toll wie sie fährt und zurecht kommt. Es war eben nicht alles schlecht in der Vergangenheit.
Plötzlich nicht mehr sicher. Depression
Laufbahn meiner Depression. Meine Erfahrungen mit Kliniken, Therapien, Medikamenten.
Donnerstag, 13. August 2026
Mittwoch, 12. August 2026
Und wieder ein Geburtstag.
Die Tochter wird 25. 25 klingt noch so jung. Für mich klingt es nach, wieder ein viertel Jahrhundert vorbei. Wie habe ich in dieser Zeit gelebt? Habe ich überhaupt gelebt? Gefühlt denke ich, nein. Die Jahre, besonders die letzten zehn, vergingen so schnell. Und ohne wirklich zu leben. Nun ja, ist denn alt so. Die Zeit, und das mag gerecht sein, gibt einen keiner zurück. Sie ist halt vorbei. Ob man nun "gelebt" hat oder nicht. Tatsache, noch mal ein viertel Jahrhundert wird es für mich nicht geben.. und das ist gut so.
Dienstag, 11. August 2026
Fühle mich überfordert.
Autoangebote sichten für die Tochter. Ich merke, dass ich dabei an meine Grenzen komme. Ich, der sich mitunter nicht mal entscheiden kann welche Jacke ich anziehen soll und dann daran verzweifelt. Etwas für andere entscheiden, machen, beraten, es fällt mir schwer. Einer der Gründe warum ich im Verein ausdrücklich nur ein passives Mitglied sein wollte. So kann ich ohne Druck dort mitarbeiten denn ich muss ja nicht. Fällt es mir zu schwer, kann ich mich zurückziehen. Die Nacht war schlecht. Stundenlang hat mich das Thema Auto beschäftigt. Hoffentlich ist das bald erledigt.
Samstag, 8. August 2026
Ich und meine Ängste.
Es ist schon eigenartig, und natürlich doof, wie mein Angstbereich ( ich nenne es mal so) zuverlässig funktioniert. Tochter hat Führerschein und schon sehe ich im Geiste Situation die mir Angst machen. Gar nicht mal da sie was falsche macht, nein viel verkorkster, das sie es mit Rüpeln zu tun bekommt. Jenen die aggressiv durch die Stadt fahren und meinen, die Stärke des Autos bestimmt wer Recht hat. Ich weiß, dass das völlig aus der Luft gegriffen ist aber die Bilder im Kopf sind da. Gestern war ich in der Werkstatt. Ölwechsel. Vielleicht zum letzten mal bei dem Auto? Wer weiß. Etwas das außerhalb meines Alltags liegt erschöpft mich. So auch gestern. Dann fallen mir beim lesen die Augen zu und ich nicke ein. Nur wegen einen Werkstermin der nicht zum Alltag gehört. Wenn ich für die Tochter Verkaufsangebote von Autos sichte bin ich danach auch erschöpft. Alles was nicht Alltag ist und mit Entscheidungen zusammen hängt erschöpft mich. Mir zu sagen, He das ist in Ordnung, du musst keine Angst oder Scham haben, ist erschöpfen. "Du darfst nicht alles glauben, was du denkst", da hat Kurt Krömer schon recht. Aber sich dieses immer wieder bewusst machen ist Schwerstarbeit. Ich bin müde.. aber ich muss ja noch.
Freitag, 7. August 2026
Wieder Freitag
Wieder ein Tag der sich nach "Ich muss ja" anfühlt. Kein Leben, mehr ein "nur da sein". Aber neu ist das für mich ja auch nicht. Es fühlt sich schon seit Jahren so an. Schlimm ist dann nur wenn mir bewusst wird, andere im meinen Umfeld können leben. Ihr Ding machen, tun was ihnen gefällt und auch bekommt. Für mich gibt es nicht wirklich nachhaltig diese Empfindung. Klar es gibt auch mal gute Tage, aber die sind nun mal die Ausnahme. Ein leben.. mag einfach klingen, ist es aber nicht. Gefühlt werde ich immer müder, aber immer weniger Lust auf irgendwas. Das ist sicher auch zum Teil dem Alter geschuldet. Ein anderer Teil sind dann auch die Lebensumstände. Man lebt so nebeneinander her. Mehr ist da nicht mehr. Machen, machen müssen, mehr tun als wollen. War ja eigentlich schon immer so. Es wächst der Wunsch mir selbst gerecht zu werden. Ohne Konsequenzen. Darf ich doch auch, oder.
Mittwoch, 5. August 2026
Stolz.
Tochter hat jetzt Führerschein. Bin stolz auf sie. Prima, dass sie die Prüfung bestanden hat.
Dienstag, 4. August 2026
Stimmung ist bescheiden.
So ist das eben mit der Depression, eben noch alles toll und schwupp alles wieder Mist. Heute ist wieder ein Tag an dem ich denke, schiete, wieder wach geworden und nicht verstorben. Klingt schlimm und bitter, fühl sich aber so an. Wenn man, also ich, nur noch Probleme von der Zukunft erwartet, dann ist das so. Gutes erwarte ich nämlich nicht mehr. Ich möchte mich endlich um nichts mehr kümmern müssen, möchte nicht mehr gefragt werden "Kannst du mal"; Möchte niemanden mehr wecken oder fahren müssen; Für niemanden mehr irgendwo anrufen oder schreiben müssen. Ich möchte einfach nur allein sein. Müde, das trifft es immer wieder. Ich bin müde.