Donnerstag, 20. August 2026

Lust, nee. Elan, wenig,

 Ein weiterer Tag an dem ich wach werde und weiß, ich wollte das alles mal anders. Wird sich nicht mehr ergeben, die Jahre sind weg. Ich wollte auch erleben wie es ist ohne Kids im Haus zu leben. Wie es ist einfach nur Zeit mit dem Partner zu haben. Irgendwo zu wohnen, wo man eben gerne wohnt. Nun ja, hat sich nicht ergeben und anderes ist eh hinfällig. Und so wurstle ich eben einfach weiter. Es zeichnet sich ab, dass es in einigen Dingen nicht besser wird. Unsere finanzielle Lage wird bescheidener werden, Umzug könnte nötig werden, die Gebrechen kommen dazu. Rücken, Knie, Augen.. man wird eben alt. Was war mein Fehler... Vertrauen. Ich habe den falschen Menschen vertraut, ich konnte wohl kein Vertrauen schaffen. Verbittert? Vielleicht, aber eigentlich nur müde.  

Mittwoch, 19. August 2026

Heute Pflichtprogramm. Blutwerte, EKG

 Damit meine Psychiaterin sehen kann wie der Medikamenten Pegel ist. Einmal im Jahr wird das gemacht. Kontrolle. Nächste Woche ist dann bei ihr wieder der Viertel-Jahr Termin. Wat mutt dat mutt.

Dienstag, 18. August 2026

Wieder wach geworden.

 Das ist ein Gedanke den ich morgens wirklich manchmal habe. Ich bin wieder wach geworden. Immer noch kein Ende in Sicht, weitermachen, derselbe Trott wie immer. Sicher Gedanken der Depression. So ist es nun mal wenn die Freude etwas unbekanntes ist. Seelenmüde, könnte man auch sagen. Diese Zustände kommen mal mehr und mal weniger. Da ich nun mal wach bin werde ich sehen, wie ich mich, um mich selbst  kümmern kann. Selbstfürsorge.

Sonntag, 16. August 2026

Wieder mal im Grünen gewesen.

 Es tut mir gut, die Bewegung in der Natur. Ich merke allerdings dabei, wie unwohl ich mich mittlerweile zuhause fühle. Die nervigen Nachbarn, der Lärm der Stadt, die Aggressivität die immer mehr zunimmt. Kein schönes Leben hier. Immer öfter sehne ich mich danach dem hier zu entfliehen. Aber wie und wohin. Unterm Strich glaube ich nicht daran woanders mehr Lebensfreude zu haben. Dazu bin ich mittlerweile zu müde. Es reicht was ich bisher erlebt habe. Mehr müsste da gar nicht kommen. 

Freitag, 14. August 2026

Wochenende.

Frau hat wirklich morgen frei. Tochter will vielleicht heute noch ein Auto ansehen. Kater geht es noch gut. Und mir? Ich bin immer noch müde. Erschöpft von der Welt. Es gibt aber auch Momente in denen scheint alles gut zu sein. Keine trüben Gedanken, keine Erschöpfung. Aber langfristig gesehen, sehe ich keine positiven Erwartungen. Ich mache halt, so wie ich es immer gemacht habe. Jemanden fahren, für andere telefonieren, regeln. Dabei kriege ich für mich nicht so viel geregelt. Die Zeit läuft, und so oder so, läuft sie für mich.

Donnerstag, 13. August 2026

Es war nicht alles schlecht.

 Gestern eine Probefahrt. Tochter wollte sich ein Auto ansehen. Und ich muss feststellen, wenn das Auto passt ist es toll wie sie fährt und zurecht kommt. Es war eben nicht alles schlecht in der Vergangenheit.

Mittwoch, 12. August 2026

Und wieder ein Geburtstag.

 Die Tochter wird 25. 25 klingt noch so jung. Für mich klingt es nach, wieder ein viertel Jahrhundert vorbei. Wie habe ich in dieser Zeit gelebt? Habe ich überhaupt gelebt? Gefühlt denke ich, nein. Die Jahre, besonders die letzten zehn, vergingen so schnell. Und ohne wirklich zu leben. Nun ja, ist denn alt so. Die Zeit, und das mag gerecht sein, gibt einen keiner zurück. Sie ist halt vorbei. Ob man nun "gelebt" hat oder nicht. Tatsache, noch mal ein viertel Jahrhundert wird es für mich nicht geben.. und das ist gut so.